YodaWiki : TheOneAndroidStory

The One - An android story

( "Roy, kommst du mal bitte?" "Moment, bin gleich da!"
- Jedesmal dasselbe. Man sollte meinen, derart qualifizierte Maschinen sollten das auch alleine hinkriegen. Aber nicht zuletzt deswegen war er ja hier, seit zwei Jahren. -
"Was gibts denn?" "Ich dachte du möchtest mal einen Blick auf die Ergebnisse werfen, ziemlich interessant..."
"Na dann zeig mal her! . . . Ja fast wie wir es erwartet haben. Schick' mir doch bitte eine Kopie davon per Mail, da schaue ich heute abend noch mal genauer drauf."
"Wie sie meinen."
Und ob er es so meinte. Schließlich mußte er auf alle hier ein Auge haben. Immer. Daraufhin nimmt er ein kleines schwarzes Pad aus der Brusttasche seines Kittels und macht einige Notizen. )

......

Acht Uhr. Feierabend. "Macht's besser, wir sehen uns dann Montag in alter Frische!" Er grinst in sich hinein. Immer wieder wunderte er sich wie sie wohl die Wochenenden erlebten. Ob sie das Konzept überhaupt kennen? Seinen Nutzen für Menschen verstehen? Solche Fragen wurden bei den Engineering-Meetings, denen er beiwohnte, nie diskutiert. Nachdenklich presst er seinen Daumen auf die Scanvorrichtung. Ein dezenter Pfeifton entreißt ihm seinen Gedanken und erinnert ihn daran, in die Kamera zu schauen, damit seine Retina gescant werden kann. Erst jetzt surrt die Tür.

Lichter erhellen automatisch die Räume während er hindurchläuft. An seinem Schreibtisch holt er das Pad hervor, legt es auf den Tisch und aktiviert das Terminal. "Guten Abend Mr. Ordin!" begrüßt ihn eine warme Stimme. "Sie haben 10 Textnachrichten, zwei Videonachrichten mit Priorität und eine Audionachricht." "Später.", erwidert er kurz, während er die Daten vom Pad herunterlädt. "Computer: Aufnahme für Testbericht." "Kann beginnen.", tönt die Stimme. "23. Februar 2006, Tag 1353 des Experiments. Keine besonderen Ereignisse. Alle funktionieren einwandfrei, keiner der Androiden verhält sich auffällig und alle erfüllen ihren Zweck zu 100%. Jeder kann seine Funktion eigenständig erfüllen, Teamarbeit stellt kein Problem dar und bis auf wenige fachliche Unausgeglichenheiten ist die Gesamteffizienz des Projektes weit über die Erwartungen angestiegen. Private Anmerkung: Es ist manchmal kaum noch möglich, sie von richtigen Menschen zu unterscheiden, auch wenn sie natürlich nur in der Laborumgebung getestet wurden und kaum Umgang mit echten Menschen hatten. Die nächste Stufe der Eingliederung sollte darauf unbedingt einen Schwerpunkt setzen, um..." "Mr. Ordin, eingehende Videobotschaft, soll ich sie auf den Monitor schalten?", unterbricht ihn die Stimme jäh. "Ja bitte." Er setzt sich auf den Stuhl wohlwissend, wessen Gesicht auf dem Bildschirm erscheinen wird. "Hallo Rick!" "Guten Abend Roy. Wie war deine Woche?" "Alles in allem nicht schlecht, aber es wird langsam Zeit, das Experiment zu beenden, es ist jetzt schon über sechs Monate her, dass ich das letzte Mal einem normalen Menschen gegenüberstand." "Du weißt, dass wir dir auf keinen Fall schaden wollen, aber die Arbeit dieser neuen Androiden mußte überprüft werden, und immerhin war es deine Idee, zu testen, wie sie über längere Zeit mit einem Menschen zusammenarbeiten können. "Ja ich weiß, aber wenn ich gewußt hätte, wie eintönig es werden würde ein Jahr hier eingesperrt zu sein..." "Ich kann mir vorstellen, wie du dich fühlst. Aber in einer Woche ist doch alles vorbei und dann kannst du erstmal einen ziemlich langen Urlaub machen!" Roy lacht. "Worauf du dich verlassen kannst." "Hast du deinen Wochenbericht schon fertig?" "Ich wollte nur noch ein paar Anmerkungen machen, ich schicke ihn dir dann nachher zu. Aber ich glaube nicht, dass wir noch Modifikationen an den Androiden vornehmen müssen, kann mir kaum vorstellen, wie sie noch perfekter arbeiten sollten." "Um so besser, dann wird das wieder ein kurzes Meeting. Bis dann!" Bevor er noch irgendwas erwidern kann erlischt das Bild auf dem Bildschirm. Nachdem sämtliche verbliebene Arbeit erledigt ist, läßt sich Roy erschöpft auf die Couch im Nebenzimmer fallen und befiehlt dem Computer ihm die Tagesnachrichten zusammenzustellen. An der großen grauen Wand, der er gegenübersitzt erscheint ein Bildschirm, auf dem sämtliche bedeutsamen Ereignisse des Tages kurz zusammengefasst sind. Mit eher gedämpftem Interesse geht er die Zeilen der Reihe nach durch bis er auf einen Nachricht stößt, die ihn aufmerksam werden lässt: "Globales Anti-Roboter Kommitee gegründet". "Dritten Eintrag öffnen", sagt er in Richtung des Bildschirms, woraufhin ein längerer Text erscheint. Eine Stimme liest den Text laut vor:

"Nachdem schon seit einigen Jahren zahlreiche Vereinigungen gegründet wurden, die zum Ziel haben, sich der stetigen Integration von Robotern in das tägliche Leben zu erwehren, haben sich heute die führenden Vertreter dieser Gruppen dazu entschlossen den Zusammenschluß zum Globalen Anti-Roboter Komitee (kurz GARK) zu vollziehen. 'Es ist uns wichtig, dass die Öffentlichkeit begreift, wie ernst die Bedrohung tatsächlich ist. Viel zu häufig wird übersehen, dass Roboter den Menschen aus nahezu jedem möglichen Arbeitsfeld verdrängen oder zumindest theoretisch die Fähigkeiten besitzen, jedwede Aufgabe korrekter, schneller und problemloser zu erledigen als Menschen das je können werden.', erklärte Ounoe Zeiro, der zwei Stunden zuvor ernannte Sprecher des neuen Komitees. "Schon seit Beginn der Industrialisierung hat man den Menschen in der Produktion durch effizientere Maschinen ersetzt. Das hat Anfang der 1990'iger Jahre zu der unkontrollierbar hohen Arbeitslosigkeit geführt, ein Problem, dass bis heute wir zu lösen nicht im Stande waren. Nichtsdestotrotz sollen nun auch noch neue Maschinen den Menschen an den Stellen ersetzen wo sie ihm bisher unterlegen waren!' Zeiro bezieht sich hierbei auf Neuentwicklungen diverser Konzerne, die für die nächsten Jahre Roboter angekündigt haben, welche problemlos Aufgaben im Dienstleistungsbereich, der Forschung oder auch im kreativen Bereich wahrnehmen können sollen. Hierzu äußerte sich David Threadbare, Chef-Entwickler bei Syno Roboting Intelligence: 'Es wurden tatsächlich große Fortschritte im Bereich der KI gemacht so, daß Roboter der übernächsten Generation dem Menschen was ihr Verhalten angeht schon sehr ähnlich werden können. Allerdings ist es nicht möglich und auch nicht unser Ziel den Menschen mit diesen Produkten gänzlich zu ersetzen. Vielmehr soll die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter dahingehend verbessert werden, dass es die Menschen keine große Überwindung mehr kostet, mit der Maschine zu interagieren. Eine solche Zusammenarbeit kommt den Menschen letztendlich nur zugute.' Diese Meinung teilen jedoch immer weniger Menschen, weshalb die Beitrittszahlen in den nun zum GARK gehörenden Verbänden seit über fünf Jahren sprunghaft angestiegen sind. Radikal-Progressive Gruppen wie die _ () sehen allerdings ganz andere Probleme für die Zukunft mit 'menschlichen' Robotern:'Je mehr Intelligenz wir den Maschinen verleihen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie einen freien Willen entwickeln und zu echten Lebewesen werden. Dann wäre es nicht mehr gerechtfertigt, sie wie Sklaven zu behandeln und wir bekommen sicherlich ein Problem, wenn sie sich dessen bewußt würden.' "

Zehn nach Sieben...

In einem Konferenzraum in der dritten Etage trifft sich die Arbeitsgruppe "Robotik/Künstliche Intelligenz" mit allen Beteiligten des Experiments. Prof. Dr. Roy McNarrow betritt den Raum. Er war schon in allen Besprechungsräumen auf dem Gelände, doch dieser kommt ihm zunächst unbekannt vor. Erst bei genauerem Hinsehen bemerkt er, dass lediglich die Wände, die noch vor kurzem durch Staub, Dreck und Schleifspuren einen deutlichen Grauschimmer getragen hatten, wohl weiß überstrichen worden sind. Er setzt sich an den Kopf der Tafel und nimmt schon nicht mehr zur Kenntnis, dass jeder einzelne in diesem Raum seine volle Aufmerksamkeit auf ihn gerichtet hat. Er ist es nicht anders gewohnt. "Ich begrüße sie alle recht herzlich. Da ich sicher bin, dass sie über die aktuellsten Fragen informiert worden sind, lassen sie uns doch gleich zur Sache kommen. Das Experiment steht kurz vor seiner finalen Auswertung, doch schon jetzt können wir davon ausgehen, dass wir nicht nur in jeglicher Hinsicht den Erwartungen entsprochen sondern sie in vielen Bereichen sogar übertroffen haben." Applaus bricht los und hält sich auch einige Augenblicke, bis den Anwesenden auffällt, dass sie sich im Grunde selbst applaudieren. Diese Erkenntnis läßt die anfängliche Euphorie abebben. Im hinteren Teil des Raumes sitzt ein Mann, der nicht einmal an Euphorie zu denken wagt. Die ID-Card, welche an der Brusttasche seines Hawaiihemdes baumelt, weist ihn als Mitglied der Gruppe #342 aus. Das sind die Ethikwächter. Sie sind nirgendwo besonders gern gesehen, denn sie kontrollieren lediglich, ob bei den Forschungsunternehmungen der Firma eventuell ethische Grenzbereiche erreicht werden und müssen die Einhaltung des weltweit geltenden "Code-of-Ethics" umsetzen. Schon dieser Auftrag macht sie unbeliebt, denn sie können ein ganzes Forschungsprojekt lahmlegen, wenn sie begründete Bedenken anmelden. Hinzukommt, dass das Unternehmen per Gesetz nur verpflichtet ist mindestens eine Gruppe von 3 zertifizierten Wissenschaftlern als prüfendes Organ zu beschäftigen. Da das Unternehmen natürlich mehrere kritische Forschungsprojekte unterhält, steht einem Projekt selten mehr als ein Ethikwächter zur Verfügung. Viele empfinden allerdings schon diesen einen als Störung. Doch im Moment gilt die allgemeine Aufmerksamkeit noch immer jemandem anderem...

"Sie alle haben hervorragende Arbeit geleistet. In der kommenden Woche werden wir die Daten, die wir über die Versuchslaufzeit gesammelt haben mit den Daten des Zentralspeichers der Testeinheit vergleichen, diese Ergebnisse auswerten und daraufhin die Softwareparameter anpassen bzw. die K.I. ein letztes Mal modifizieren."

Aus der anderen Ecke des Raumes erhebt sich eine Stimme:"Was geschieht dann mit dem Prototypen?" Alle Augen richten sich auf den Typen aus #342. Die Tatsache, dass sich die Augen von ihm selbst abwenden, gefällt Roy nicht besonders. "Nun wie sie sicherlich anhand des Verlaufsplanes haben ersehen können, wird für eine finale Auswertung der Datenspeicher aus dem System entfernt." "Werden sie es nach der Auswertung wieder in Betrieb nehmen? Laut Planungsprotokoll Alpha 3 haben sie diese Möglichkeit in Betracht gezogen." "Nun, solch ein Vorgehen war zu Anfang tatsächlich angedacht, allerdings mussten wir schon bei der finalen Engineering-Konferenz feststellen, dass es schwer werden würde, die Illusion aufrecht zu erhalten. So würde z.B. der interne Zeitgeber verraten, dass das System außer Betrieb war und das könnte in der K.I. Fehler von unvorhersehbarem Ausmaß bewirken. Dieses Risiko, so glauben wir, ist es nicht Wert eingegangen zu werden." "Da es sich um, wie sie selbst sagten, unvorhersehbare Fehler handelt, besteht aber auch die Möglichkeit, dass ER einfach weiter existiert, verstehe ich sie da richtig?" Der Professor merkt, dass er in eine Ecke gedrängt wird, aber er versteht nicht warum. Er beschließt es herauszufinden: "Ja diese Möglichkeit besteht unter anderem auch, aber können sie mir bitte sagen, worauf sie eigentlich hinaus wollen?" Die Spannung im Raum ist deutlich spürbar. Der Typ aus #342 drückt ein paar Knöpfe, die in die Tischplatte eingelassen sind, woraufhin mehrere Bildschirme aus der Decke fahren oder an den Wände freigelegt werden. Auf allen Schirmen erscheint ein Dokument, der Briefkopf weist es deutlich als Schriftstück des "International-Board-of-Science-Ethics" aus. "In den letzten Monaten haben wir, die anderen beiden Mitglieder der Gruppe #342 und meine Wenigkeit, uns intensiv mit der Entwicklung ihres Experimentes auseinandergesetzt. Tatsächlich wird ihnen bewußt sein, dass die K.I., die sie geschaffen haben, weiter entwickelt ist, als jede andere je von Menschenhand erschaffene vergleichbare Programmierung. Unsere Aufgabe ist es, zu fragen, ob mit neuen Arten von K.I. nicht auch eine neue Form von Leben erschaffen wird. Es gab bislang keinerlei Anhaltspunke, wie ähnlich eine künstliche Intelligenz der uns bekannten natürlichen Intelligenz sein muss, um die selben Persönlichkeitsrechte in Anspruch nehmen zu können. So lange die K.I. von größeren Computersystemen, regelmäßigen Steuerungszugriffen und ähnlichen Dingen abhängig ist, war die Trennung immer relativ leicht möglich. Doch wie sie selber wissen, ist das Versuchsobjekt T2AX10, welches Gegenstand ihrer Forschungen ist, ein vollkommen autarkes System. Keinerlei Möglichkeiten des Eingriffs während des Betriebs, keine Kontrolle durch externe Systeme und der Datenbestand kann nur extern geändert werden, bevor das Subjekt aktiviert wird. Danach ist keine Regulation mehr möglich. Aufgrund dieser veränderte Sachlage, haben wir die Firmenleitung ersucht, die Problematik dem International-Board-of-Science-Ethics vorlegen zu dürfen. Nach eingehender Diskussion, hat das Kommitee ernsthafte Zweifel eingeräumt, das es sich bei dem Versuchsobjekt noch um ein künstliches Objekt handelt." Ungläubig starrt der Professor in die Runde und versucht dann in bemüht gelassenem Ton zu argumentieren: "Aber wir haben ihn gebaut, das ist doch nicht von der Hand zu weisen. Die Software haben Programmierer geschrieben, die Bauteile Ingenieure entwickelt und zusammengesetzt. Selbst die Ausgangsinformationen, die sein Gedächtnis darstellten, als er aktiviert wurde, sind erdacht worden von einem unserer Mitarbeiter. Natürlich ist er ein künstliches Objekt." "Nun ja, das mag alles richtig sein, aber besteht nicht jeder Mensch, sie und ich, aus Bauteilen, die hergestellt und zusammengesetzt werden? Entstehen nicht die Ausgangsinformationen im menschlichen Gehirn aus den Erbinformationen der Eltern? Zugegeben, die Prozedur wurde nicht von Menschen erdacht und wir wissen nicht, wer diesen Vorgang erstmals durchführte, aber wir wissen er findet immer wieder statt und jeder neue Mensch wird, wenn auch auf andere Art und Weise, von existierenden Menschen erschaffen, die sich schlichtweg dazu entschließen und den ... Produktionsprozess einleiten. Sie sehen, dass sind keine hinreichenden Argumente. Ihr aktuelles Experiment hingegen hat gezeigt, dass die Programmierung ein Selbstbewußtsein entwickelt hat. Es begreift sich selbst, wenngleich auch als etwas anderes als es tatsächlich ist. Ihren Berichten entnehmen wir, dass menschliche Verhaltensweisen, Werte und Gedanken adaptiert wurden." Der Professor kann sich kaum noch zurückhalten:"Aber er ist kein Mensch!" "Warum sprechen sie dann immer von IHM wie von einer Person und nicht von einer Maschine? Sehen sie, wir sagen nicht, wir sind uns sicher, dass er ein Mensch oder dem Menschen ähnlich ist. Wir sagen lediglich, dass wir uns unsicher sind, ob er noch die Art Maschine ist, über die wir zu bestimmen ein Recht haben. Oder ob er eine neue Lebensform ist, die selbst über ihr Schicksal entscheiden können sollte." Alle Anwesenden blicken erwartungsvoll in Prof. McNarrows Richtung, in der Hoffnung, dass er diesem Treiben noch ein Ende bereitet. Aber er blickt wie in Trance auf seinen Schirm. "Und mit diesem Beschluß, den ich ihnen hiermit präsentiere, wird ihnen offiziell untersagt ohne Zustimmung der K.I. das System zu deaktivieren oder zu modifizieren. Wir glauben, sie sollten, wenn sie ihr Experiment wie geplant fortsetzen wollen, das Subjekt um Erlaubnis fragen. Sie müssen verstehen, aber das Board und die Firma wollen sich auf der sicheren Seite wissen."


90° ... ... Alles um ihn herum, ergab einen rechten Winkel... Und dieses Licht ... Obwohl es so grell leuchtete wie die Sonne, die er seit Monaten nicht gesehen hatte, blickt er ohne auch nur zu zwinkern direkt in seine Quelle... es ergießt sich um ihn, bis er nicht anderes mehr wahrnehmen kann... Plötzlich überkommt ihn ein Gefühl der Hilflosigkeit... als ob er keine Luft mehr bekommt... Und kurz bevor er glaubt, dass es zu Ende geht...

...

...

Er öffnet die Augen und sitzt aufrecht in seinem Bett. Er kann sich nicht erklären, was da gerade passiert ist. Aber er glaubt, geträumt zu haben, denn nichts von dem was er eben noch sah ist jetzt noch zu sehen. Nichts davon ist real. Nur er und die ihm so bekannte, spärliche Einrichtung seines Schlafzimmers. Er kann sich nicht erinnern, wann er zum letzten Mal geträumt hat. Lange bevor er diesen Job übernommen hatte, glaubt er. Aber erinnern kann er sich nicht. Auch nicht an solch einen Alptraum. Er betastet seine Stirn, doch sie ist vollkommen trocken. Er hat nicht einen Tropfen geschwitzt. Plötzlich geht neben ihm die Nachttischlampe an. Das verwundert ihn noch mehr. Hätte sie nicht reagieren müssen, als er sich im Bett aufgerichtet hat... Vielleicht ist der Sensor defekt... Oder hatte er schon längere Zeit im Bett gesessen, regungslos?

Widerwillig wird Dr. McNarrow durch den Gang geschoben. Seine Mitarbeiter folgen ihm und dem Typen von #342 auf Schritt und Tritt. "Haben Sie eine Ahnung, wie ich es ihm schonend beibringen kann?", sagt McNarrow und wirft kurz einen bemühten Blick auf einen seiner Leute im Schlepptau. "Wollen Sie das wirklich machen? Wir wissen nicht wie er... ES darauf reagieren wird, es könnte...". McNarrow unterbricht:"Sie haben doch gehört, dass wir keine Wahl haben, wenn wir das Projekt abschließen wollen, müssen wir ihn aufklären! Und mich kennt er schon, wir haben uns in den letzten Jahren täglich unterhalten und ich denke er ... vertraut mir." Alle Mitarbeiter teilen einen vielsagenden Blick unter sich auf. Dann biegt die Kolonne um die Ecke und einer der Mitläufer drängt nach vorn um mit seiner ID-Karte die Schleuse zu öffnen, die in den geschlossenen Gebäudetrakt führt.

Plötzlich nimmt er Geräusche wahr. Stimmen, die aus seinem Wohnzimmer immer näher kommen. Er gleitet geräuschlos aus dem Bett. Er kann die Stimmen nicht eindeutig unterscheiden aber irgendetwas sagt ihm, dass er es eigenartig finden sollte, dass Männer mitten in der Nacht in seinen Räumen spazieren gehen, sich noch dazu laut unterhalten. Er greift sich eine Vase und stellt sich hinter die Tür. Niemand der tatsächlich freundlich gesinnt wäre, würde sich unangemeldet nachts bei ihm einschleichen. Er presst zwei Finger auf das Pad neben der Tür, welches daraufhin rot aufleuchtet. -GESPERRT-

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