YodaWiki : HeldenderHackerkultur

Richard Stallman


imageRichard Matthew Stallman wurde am 16. März 1953 in New York City geboren. Er wird in Steven Levys Buch "Hackers" als der letzte echte Hacker bezeichnet und tatsächlich stammt er noch aus der ersten Generation Hacker. Er arbeitete in den 1970'er Jahren im AI Lab des MIT (einer der Wiegen des Hackertums). 1984 kündigte er seine Stelle dort und begann daraufhin sein Konzept von freier Software in die Tat umzusetzen. Er begann ein Betriebssystem zu entwickeln, dass vollständig auf freier Software basierte und verfasste das GNU Manifesto. Sein GNU Projekt ist noch heute Wegbereiter für das Prinzip freie Software und hat damit ein komplett neues Betätigungsfeld für das Hackertum erschlossen. Die von Stallman geschaffene GPL gibt dem Anwender alle Rechte über seine Software und sorgt auch dafür, dass diese Rechte nicht nachträglich verweigert werden können.
Noch heute ist Richard Stallman der President der Free Software Foundation. Er ist allerdings nicht unumstritten (wie letztendlich alle Hacker, die im Hackertum eine hervorgehobene Rolle spielen). Seine Idee von freier Software wird als sehr dogmatisch angesehen und er wirft besonders der Open Source-Gemeinschaft vor, dass sie diese Idee vernachlässigen und eher auf die pragmatischen Vorteile freier Software verweisen, um in der Wirtschaft ernst genommen zu werden.

Einigen Quellen zufolge soll RMS (wie er in der Hacker Gemeinschaft gemeinhin bezeichnet wird) kein besonders umgänglicher Zeitgenosse sein. Er legt bei Interviews und Unterhaltungen überhaupt sehr viel Wert auf Terminologie. So nötigt er die Leute immer wieder dazu die Begriffe "freie Software" (nicht Open Source oder ähnliches) und "GNU/Linux" (weil das System aus den GNU Tools und dem Linux Kernel besteht) adäquat zu benutzen und bricht Unterhaltungen auch schon mal wegen Verwendung falscher Begriffe ab.
Er wird außerdem als Monologist gesehen, der nicht besonders gut auf Kritik oder Unterbrechungen reagiert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Stallman

Linus Torvalds


imageLinus Torvalds wurde am 28. Dezember 1969 in Helsinki, Finnland geboren. Seinen Namen bekam er nach dem Chemiker Linus Pauling, der auch den Nobelpreis gewonnen hatte.
Torvalds studierte von 1988 bis 1996 an der Univerität von Helsinki Computer Science und schrieb seine Abschlussarbeit mit dem Titel "Linux: A Portable Operating System" auf Linux.
Unter Verwendung der GNU Werkzeuge entwickelte Torvalds Anfang der 1990'er Jahre den Linux Kernel, den Betriebskern für ein Unix-ähnliches Betriebssystem. Quasi nebenbei entwickelte er das Prinzip freie Software über das Internet mit vielen Programmierern zu programmieren. Sein persönliches Logo, der Pinguin namens Tux, wurde von der Community als Symbol für Linux übernommen.
Der Name Linux entstammt mehr einem dummen Zufall. Der Name war Torvalds eigentlich zu egoistisch weshalb er das System 'Freax' taufen wollte (Free+Freak+X für unix). Bevor er das jedoch tun konnte, empfahl ihm ein Freund das System auf einen Server zu stellen, von dem es heruntergeladen werden könnte. Er richtete ihm ein Verzeichnis mit dem Namen "linux" ein, in das er die Dateien kopierte.

Nur ungefähr 2% des Codes im Linux Kernel stammen von Torvalds selbst aber er hat die ultimative Autorität wenn es darum geht, was in den Kernel aufgenommen wird und er ist Eigentümer der Marke Linux.
Was Diskussionen angeht ist Torvalds meist sehr neutral, was ihm von verschiedenen Seiten und insbesondere vom GNU Projekt vorgeworfen wird genauso wie seine Arbeit an proprietärer (unfreier) Software. Nichtsdestotrotz ist Torvalds einer der größten Verfechter von freier Software und eine Gallionsfigur der Bewegung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Linus_Torvalds

Eric S. Raymond


imageEric S. Raymond, geboren am 4.12.1957 in Boston, Massachusetts, ist der Autor von "The Cathedral and the Bazaar" und pflegt auch das "Jargon File", zwei der wichtigsten Quellen zum Thema Hackerkultur.
Raymond traf erstmal 1976 auf die Hackergemeinschaft. Er begann zunächst freie Software mitzuentwickeln (er war maßgeblich an Fetchmail und Emacs beteiligt) und wurde nach 1997 eine treibende Kraft in der Open Source Bewegung und ist Gründungsmitglied der Open Source Initiative (als Parallel- und Gegenbewegung zur Free Software Foundation), welcher er bis zum Februar 2003 als Präsident vorstand.
Als selbsternannter Botschafter für Open Source hat Raymond die Idee freier Software sehr viel prominenter gemacht als je ein Hacker zuvor und den großen Firmen das Modell als gewinnbringend nahegebracht, was eindeutig stärkeren Einfluß hatte, als die primär ethische Motivation der FSF. Genau das wird ihm aber auch von vielen Hackern zum Vorwurf gemacht, da Hacker am großen Geschäft mit ihrem Wissen wenig bis kein Interesse haben. Nichtsdestotrotz kann man wohl kaum bezweifeln, dass sein Einsatz Open Source über alle Maßen populär gemacht. Außerdem ist er, durch seine Arbeit am "Jargon File" und durch seine anderen Essays so etwas wie der 'Historiker' und 'Anthropologe' der Hackergemeinschaft und hält in seinen Texten viele Eigenschaften der Hackerkultur fest, was zweifellos zu deren Art der Selbstwahrnehmung beigetragen hat / beiträgt.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass er seine gesamte Arbeit ausschließlich zur eigenen Selbstverherrlichung nutzt. Tatsächlich ist Raymond für einen Hacker extrem extrovertiert und liebt es, sich selbst als Leitfigur im Hackertum darzustellen. Er vergleicht sich selbst oft mit Größen wie Stallman oder Torvalds, doch für viele ist seine tatsächliche Rolle in der Gemeinschaft wesentlich geringer. Zumindest was seine Arbeit an freier Software angeht, trifft das auch zu.
Auch seine Äußerungen zur Politik, Terrorismus und den Irak-Krieg wurden heftig kritisiert.
Tatsache ist aber, dass seine Definitionen und Beobachtungen über die Hackergemeinschaft bislang die Treffendsten wenn nicht die Einzigen ihrer Art sind. Das 'Jargon File' bildet eine wichtige Grundlage zur Selbstdefinition von Hackertum. Raymond hat auch die Idee eines Symbols für die Hackerkultur aufgegriffen und 2003 das Glider Muster aus Conways Spiel des Lebens vorgeschlagen. Das wurde in einem gewissen Rahmen von vielen Hackern akzeptiert (diesem Projekt dient es als Grundlage für das gesamte Layout), es gibt zumindest keine Alternativvorschläge.

http://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Steven_Raymond


CategoryHacking
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